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Was Wirbelblockaden mit den Organen und dem Stoffwechsel zu tun haben

Aktualisiert: 2. Dez. 2023

Man kann bereits frühzeitig erkennen, wo im Körper des Hundes oder Pferdes ein Problem vorliegt und bereits Präventiv etwas dagegen tun. Und wie du das heraus findest, das möchte ich dir in diesem Artikel verständlich machen.


Alles im Körper hängt zusammen. Hierzu findest du auch einen weiteren Artikel hier.


Vielleicht hast du es bereits selbst einmal bemerkt, dass dein Hund oder dein Pferd an gewissen Körperstellen Fellveränderungen haben, sich das Fell aufstellt, verwirbelt oder was auch immer. Vielleicht ist an einer gewissen Körperstelle deines Tieres auch das Fell matter und stumpfer als das restliche Fell.

Dies hat einen Grund.


Um sich bewusst zu werden, was genau im Körper für Prozesse ablaufen, amchen wir einen kleienn Ausflug in das Nervensystem. Das Nervensystem ist grob gesagt unterteilt in das vegetative Nervensystem (NVS) und das zentrale Nervensystem (ZNS).


Vom VNS werden alle lebenswichtigen Körperfunktionen gesteuert. Das bedeutet, die Atmung, die Verdauung und der Stoffwechsel. Vereinfacht kannst du es dir so merken, dass alles was du nicht steuern kannst, also die Speichelproduktion, der Anstieg des Blutdrucks etc.


Auch das Gehirn und die Hormone werden vom VNS kontrolliert. Gemeinsam mit dem Hormonsystem trägt es dazu bei, dass die Organe ihrer Funktion nachkommen. Durch Nervenimpulse werden die Organe dazu animiert, schneller zu arbeiten, oder sich entsprechend an die Anforderungen anzupassen. Doch dazu müssen auch die entsprechenden Hormone an das jeweilige Organ gebracht werden.


Das VNS, wie auch das ZNS, besitzen Nervenbahnen. Diese befinden sich überall im Körper und sind für die Nervenimpulse bzw. Reflexe an das Gehirn aber auch die Organe zuständig. Vielleicht weist du auch schon bereits, dass das VNS selbst noch in 3 Teile untergliedert wird:


· Sympathikus

· Parasympathikus

· Enterisches Nervensystem (Eingeweidenervensystem)


Die Nervenbahnen vom Sympathikus und des Parasympathikus führen direkt zum ZNS und dieses beinhaltet das Gehirn und das Rückenmark. Der Sympathikus bereitet den Organismus auf bevorstehende körperliche wie auch geistige Leistungen vor. Das Herz schlägt schneller und kräftiger und die Atemwege erweitern sich, damit der Körper besser atmen kann. Gleichzeitig wird aber die Darmtätigkeit gehemmt. Der Parasympathikus ist hingegen die Gegenkomponente zum Sympathicus. Er sorgt für die Regeneration und den Aufbau von körpereigenen Reserven. Er aktiviert die Verdauung damit die Stoffwechselvorgänge wieder ihren normalen Lauf nehmen können.


Das Eingeweide-Nervensystem ist, wie der Name bereits sagt, für die Verdauung zuständig. Es erhöht beispielsweise die Peristaltik und trägt dazu bei, dass im Darm mehr Flüssigkeit ausgeschieden wird und erhöht die Durchblutung in der Darmwand.


Schauen wir uns einmal die Wirbelsäule an. die Wirbelsäule ist aus vielen einzelnen Wirbeln aufgebaut. Und in ihm führt es das Rückenmark. Von hier treten sog. Spinalnerven in den Körper aus um diesen mit den notwendigen und teils lebensnotwendigen Impulsen zu versorgen. Und diese Nervenbahnen reichen vom Rückenmark bis hin zu den Pfoten.


Nun aber zurück zum Thema was denn genau Wirbelblockaden mit den Organen und dem Stoffwechsel zu tun haben.


Nehmen wir einmal an, bei deinem Hund machen sich Fellveränderungen im Kniebereich bemerkbar. Du denkst zuerst, dass er evtl. gerade sich im Fellwechsel befindet. Denkst dir nichts weiteres dabei und gehst weiter mit ihm spazieren. Dir fällt vielleicht auch gar nicht bewusst auf, dass dein Hund es nicht gerade toll findet, wenn du ihm sein Brustgeschirr anlegt. Wahrscheinlich fällt es dir auch nicht auf, dass dein Hund sich ungern im Lendenbereich streicheln lassen möchte. Es fällt dir dann aber auf, wenn du mit deinem Hund unterwegs warst, ihr zuhause seid und dein Hund nach einem Schläfchen humpelnd vor dir steht. Dann kommt die Panik. Es geht in der Regel dann direkt ab zum Tierarzt, doch dieser verabreicht ihm meist ein Schmerzmittel und verordnet Schonung. Nach ein paar Tagen geht es dann auch wieder. Es wird so weiter gemacht wie bisher auch, aber dann passiert es wieder, und wieder und wieder.



Abb. Auf diesem Bild sind die sog. "Head'schen Zonen" eines Hundes dargestellt. Leckt der Hund sich beispielsweise immer und immer wieder die Innenseite der Vorderpfoten, so kann dies ein Hinweis darauf sein, dass er eine Blockade in der Halswirbelsäule hat und die nervale Kommunikation nicht vollständig funktioniert.


Natürlich können hier Erkrankungen im Bereich des Knies vorhanden sein, doch dies kann auch Wirbelblockaden als Ursache haben. Denn: jeder aus jedem Wirbelloch, treten ja die Spinalnerven aus, die dann den Körper mit Informationen versorgen. Und sind hier gewisse Wirbelblockaden vorhanden, die du mit bloßem Auge nicht sehen kannst, sind natürlich auch diese austretenden Spinalnerven mitbetroffen. Das bedeutet also, dass sich die Problematik beispielsweise im Bereich des Knies zeigt, jedoch die Ursache nicht ist. denn die Ursache sitzt viel mehr im Bereich der Wirbel. Durch diese Wirbelblockade kann der Spinalnerv nicht mehr richtig mit dem Körper kommunizieren und dadurch entsteht eine verringerte Kommunikation. Die Zellen, die u.a. für den Stoffwechsel in diesem Gebiet zuständig sind, arbeiten auch nur noch mit einer verringerten Geschwindigkeit und damit ist es so, dass die Stoffwechselentsorgung im Kniebereich nicht mehr zu 100% funktionieren kann und das macht sich dann im Umkehrschluss in Fellveränderungen bemerkbar.


Dein Hund hat es dir bereits Tag täglich gezeigt, wen er sein Geschirr nicht anziehen wollte. Aber Hunde möchten ja ihren Besitzern gefallen also lässt er dies über sich ergehen.


Doch diese Wirbelblockade hat ja auch eine Ursache. Und diese kann, wie gerade geschrieben, aufgrund eines unpassenden Geschirrs sein. Denn ein unpassendes Geschirr verursacht u.a. Reizungen am muskulären Gewebe und dies sendet natürlich auch Informationen in den Körper.


Zusätzlich kann es aber auch sein, dass ein inneres Organ sich meldet, das hier eine organische Funktionsstörung vorliegt.


Um dies jedoch zu lösen, benötigt es einen kompetenten Therapeuten und einen Besitzer, der offen ist, etwas zu verändern und dadurch selbst für die Gesundheit seines Hundes etwas zu tun.


Im Übrigen ist es bei Pferden genau das gleiche. Das beste Beispiel hierfür ist der unpassende Sattel. Das Pferd zeigt zwar über das Schweifschlagen, das Stampfen auf den Boden oder das in die Luft beißen, dass etwas nicht passt, aber leider wird es von den Besitzern als „blödes Getue“ abgetan. Doch das Pferd spricht so mit dir.



Abb. Head'sche Zonen des Pferdes. Ein Pferd, welches eine Blockade in der Halswirbelsäule hat, kann sich die Symptomatik in den Vordergliedmaßen in Form von anderen Erkrankungen bemerkbar machen. Oder sollte ein Pferd nicht richtig untertreten, und ggf. Knieprobleme haben, so kann dies an einer Blockade in der Lendenwirbelsäule bzw. in der Lendenfaszie liegen.


Übrigens, werden solche Wirbelblockaden nicht gelöst, können ernsthafte Erkrankungen entstehen. Und diese entstehen meist nicht dort, wo sich die Symptome wie Fellveränderungen zeigen, sondern oft an weit ferneren Stellen. Beispiel: das Pferd hatte eienn Unfall und hat eine Verletzung an der Schulter. Diese war „nur“ muskulär, jedoch ist eine Narbe entstanden. Das Pferd wird nach der Verletzungspause wieder geritten, jedoch ist der Sattel viel zu eng. Es entstehen muskuläre Dysbalancen im Bereich der Schultermuskulatur. Diese können über Monate bis sogar Jahre hinweg bestehen bleiben und letztendlich zeigt sich eine Sehnenproblematik bzw. ein Hufrollensyndrom. Hier bekommen die wenigsten den Zusammenhang hergestellt, dass dies evtl. etwas mit der muskulären Dysbalance bzw. der sich nachziehenden Wirbelblockade im Brustwirbelbereich zu tun hat. und haben wir Wirbelblockaden im Körper, so kann auch der Stoffwechsel nicht seiner vollständigen Arbeit nachgehen und der Körper überlastet von Zeit zu Zeit, da sich die Abfallprodukte, zu einem geringen Teil im Gewebe festsetzen.


Mein Tipp für dich: Beobachte dein Pferd und auch deinen Hund genau. Was fällt dir auf? Findet er es super, wenn du ihm sein Brustgeschirr anlegst, oder steht er mit eingezogenem Kopf da? Wie reagiert dein Pferd wenn du es putzt? Wie kommuniziert es mit dir?


All das gibt dir Hinweise und hinterfrage auch, warum ein Tier sich so verhält, wie es sich verhält.


In diesem Sinne,


Alles liebe

Deine Sina

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